| |
In memoriam
Das Gedächtnis ist ein unterscheidender Faktor zwischen den Menschen, wenn ein wichtiger Moment verloren geht, ist es, als ob wir ihn nie erlebt hätten. Während des Fortschreitens des Erwachsenenalters lassen wir zuerst Momente unserer Kindheit, dann unserer Jugend zurück - Momente, die zu ihrem Zeitpunkt wichtig erschienen.
“In memoriam” umfasst vierzehn Momente meiner Kindheit, Momente die in manchen Fällen durch Fotos oder Gespräche mit Personen zurückgeholt wurden, die mit mir diese Momente erlebten. Es ist eine persönliche Wette auf eine Zeit in meinem Leben, an die ich keine Erinnerungen besitze, dieses Wiedertreffen mit meiner Vergangenheit in Zeitlupe über den Zeitraum von 2 Jahren war einzigartig Bild ist ein Gespräch, eine Rettung meiner persönlichen Geschichte, die ich schon als verloren betrachtete und die Gerüche und Geschmäcker wiederbelebte, die ich für erloschen hielt.
“In memoriam” erzählt über mich, aber es könnten auch Bilder von vielen anderen Personen sein, die ihre Kindheit in meinem Bildern widergespiegelt sehen, deswegen die Entpersönlichung durch die Masken, welche Augen und Nase verdecken, um ihnen den eigenen Abdruck zu nehmen. So wird das Bild von einem individuellen zu einem kollektiven, eine Neustrukturierung in seiner Grundlage.
|